Die Argumente

 

Einige Verfechter des „Sozialabbaus“ argumentieren: der Abbau der sozialen Leistungen verringert die soziale Sicherheit und erhöht die soziale Ungleichheit, das sich verringernde reelle Einkommen der berufstätigen Bevölkerung, der Rentner und Arbeitslosen führt zur abnehmender Nachfrage im Innland in Folge dessen die Arbeitslosigkeit zunimmt, der Abbau von Arbeitsplätzen in sozialen Projekten und im öffentlichen Dienst erhöht die Arbeitslosenzahl, die soziale Folgen z.B. wachsende Verwahrlosung, verminderte Gesundheitsprophylaxe usw. haben langfristig Kosten zu Folge, die bei weitem über den eingesparten Mitteln liegen.

 

"Die Abnahme der sozialen Sicherheit sowie der Wachstum der sozialen
Ungleichheit könnten unter anderem die Folgen der Sozialabbau sein. "


Wg.-3581 F. Zimmer, Berlin

 

Statt den Leistungsumfang zu reduzieren unterbreiten sie Vorschläge wie konsequente Aktionen gegen Steuersünder und –Oasen, Erhöhungen der Besteuerung Besserverdienender, Mindestlöhne auch mit der Folge die Einnahmen der Sozialversicherungen zu steigern und Verbrauchsteuern auf z.B. Flugbenzin. Die Staatsverschuldung zu erhöhen um gezielte Wachstumsprogramme zu finanzieren wird seltener in Ansatz gebracht.
 

Andere Meinungen gehen dahin; die hohen Nebenkosten der Lohn- bzw. Gehaltszahlungen in Form von Beiträgen für Sozialversicherungen als Grund für das Anwachsen der Arbeitslosenzahlen und schließlich auch für das Wachsen der sozialen Ungleichheit zu sehen. Außerdem kritisieren sie, dass kommenden Generationen die zweifache Belastung aus einerseits hoher Staatsverschuldung und andererseits die aus dem in Schieflage geratenen Umlagefinanzierten Rentensystem aufgebürdet werden.

 

" Die hohen Lohnzusatzkosten für Pflichtversicherungen würden die Arbeitslosenzahl hochtreiben lassen und damit überweiteres sogar die soziale Ungleichheit wachse. "

Rj.-4937 F. Zimmer, Berlin

 

Diese Vertreter sind der Überzeugung, dass zu schnell von Sozialabbau geredet wird bei geringfügigen Kürzungen in einem jahrzehntelang gewachsenen sozialen System. Zieht man andere Staaten, die eine Reduzierung ihres sozialen Angebotes in Folge der Globalisierung vollzogen haben, in die Betrachtung ein erwies es sich, dass eine spürbare Senkung der Arbeitslosigkeit die Folge sein könnte, wenn auch eine Vielzahl der Arbeitslosen nur eine Einstellung im Niedriglohnsektor erhielte.
 

 

 
Die Argumente - Meinungen von Gegnern und Vertretern.  Demo-gegen-Sozialabbau.de, Berlin  F. Zimmer © D.g.S.